Logoelement

HANSA PARTNER Rommel & Meyer hat für die Immobilien Projektentwicklungsgesellschaft QUEST Investment Partners einen weiteren großen Immobilienverkauf erfolgreich steuerlich betreut.


Die Hamburger Immobilien Projektentwicklungsgesellschaft QUEST Investment Partners hat das vollständig vermietete Ansgari Haus in Bremen an die Investmentfirma La Française Real Estate Partners International verkauft. "Das Ansgari Haus in einer der frequenzstärksten Lagen Bremens soll mit den beiden prominenten Hauptmietern Co-Working-Anbieter Spaces und dem Premium-Damenmodehaus AppelrathCüpper die Innenstadt neu beleben und neue Impulse setzen“, ist Jan Rouven Künzel, geschäftsführender Gesellschafter von QUEST Investment Partners, überzeugt. Die beiden Hauptmieter der fünfgeschossigen Immobilie nutzen insgesamt 6.600 m2 Verkaufsfläche.

19. Juli 2019 – Die Allianz Real Estate und Quest Investment Partners haben im Rahmen ihrer zweiten Partnerschaft ein neues 50:50 Joint Venture gegründet und gemeinsam die Immobilie Focus Teleport erworben. Dabei handelt es sich um einen vollständig vermieteten Bürokomplex im Zentrum Berlins, der im Rahmen der Manage-to-Core-Strategie der Allianz Real Estate ausgebaut werden soll. HANSA PARTNER Rommel & Meyer und Jebens Mensching LLP, Propertunities standen bei der Transaktion beratend zur Seite, Cushman & Wakefield war vermittelnd tätig.


Bereits zum zweiten Mal hat HANSA PARTNER die Allianz Real Estate und die Quest Investment Partners, der in Hamburg ansässigen Projektentwicklungs- und Investmentgesellschaft, bei einer Transaktion unterstützt. Im Juli letzten Jahres haben die beiden Unternehmen bereits beim Kauf des Überseehauses, einem 11.300 Quadratmeter großen Büro- und Geschäftshaus in Hamburg, zusammengearbeitet und wurden dabei von HANSA PARTNER und Jebens Mensching LLP beraten.

Nach 30 Jahren erfolgreicher Partnerschaft bei HANSA PARTNER beendet Holger Balhorn zum Ende August seine aktive berufliche Tätigkeit und verabschiedet sich in den Ruhestand.
Seine Nachfolger Dr. Gottfried Fröhlich, Dr. Sven Schlereth und Jossip Hesse werden seine Aufgaben übernehmen.

Der 2. Senat des Finanzgerichts Hamburg hat mit Urteil vom 26. April 2019 (2 K 247/16) zur Tonnagebesteuerung entschieden, dass der sog. Unterschiedsbetrag nach § 5a Abs. 4 Sätze 1 und 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) in jedem Fall des Ausscheidens eines Gesellschafters hinsichtlich des auf ihn entfallenden Anteils dem Gewinn gem. § 5a Abs. 4 Satz 3 Nr. 3 EStG hinzuzurechnen ist, d.h. auch im Falle des Todes eines Gesellschafters.

Mit dieser Entscheidung hat der Senat sein Urteil vom 19. Dezember 2017 (2 K 277/16 (Pressemitteilung vom 12. Februar 2018), Rev. anhängig unter IV R 4/18) bestätigt, mit dem erkannt wurde, dass Unterschiedsbeträge nach § 5a Abs. 4 Sätze 1 und 2 EStG nicht steuerneutral beim Wechsel von Gesellschaftern einer Personengesellschaft auf die neuen Gesellschafter übergehen. Jener Entscheidung lag eine Gestaltung zugrunde, die die Versteuerung des Unterschiedsbetrages und damit der stillen Reserven einzelner Gesellschafter zu vermeiden suchte; und zwar dadurch, dass die Kommanditanteile des Gesellschafters steuerneutral zu Buchwerten in neu gegründete Kommanditgesellschaften eingebracht werden, an denen sich der einbringende Gesellschafter nur in einem geringfügigen Umfang als Kommanditist beteiligt (zumeist 1 %), während der einzige persönlich haftende Gesellschafter eine GmbH ist, die den weit überwiegenden Anteil am Gesellschaftsvermögen hält (zumeist 99 %) und dem geringeren Körperschaftsteuersatz von 15 % unterliegt. Zudem war in jenem Verfahren die Übertragung eines Kommanditanteils im Wege der Schenkung auf einen Angehörigen streitig. Für beide Fallvarianten verneinte das Gericht die Möglichkeit einer steuerneutralen Übertragung des Unterschiedsbetrags. Jeder Fall des Ausscheidens eines Gesellschafters werde von § 5a Abs. 4 Satz 3 Nr. 3 EStG erfasst, eine verbleibende (disquotale) mittelbare Beteiligung ändere daran nichts. Es komme auch nicht darauf an, ob das Ausscheiden entgeltlich oder unentgeltlich oder zu Buchwerten erfolge. Zur Begründung stellte das Gericht im Kern auf den Wortlaut, die Entstehungsgeschichte und Sinn und Zweck der Vorschrift ab.

Mit dem jetzt ergangenen Urteil ist auch für die Fallvariante des Ausscheidens durch Tod entschieden, dass der Unterschiedsbetrag nicht auf die Erben übergeht, sondern im Jahr des Todes aufzulösen und dem Gewinnanteil des Verstorbenen Gesellschafters hinzuzurechnen ist. Dem Umstand, dass der Unterschiedsbetrag trotz Ausscheidens des Gesellschafters in einem besonderen Verzeichnis fortgeführt wird, welches den einheitlichen und gesonderten Feststellungen der Gesellschaft auch beigefügt wird, hat das Gericht keine Bedeutung beigemessen. Folglich war im Streitjahr kein Unterschiedsbetrag mehr vorhanden, der den Erben hätte zugerechnet werden können.

Die Revision wurde zugelassen.

 

Quelle: Finanzgericht Hamburg, 2-K-247/16, Pressemitteilung vom 24.05.2019

Das BMF hat zur Verlustübernahme bei Organschaften folgendes Schreiben vom 3. April 2019 veröffentlicht (GZ: IV C 2 - S 2770/08/10004 :001)
 
Mit Urteil vom 10. Mai 2017 - I R 93/15 - (BSIB1 2019 II S. ) hat der BFH entschieden, dass Gewinnabführungsverträge von Organschaften i. S. d. § 17 KStG nur dann die Voraussetzungen des § 17 Satz 2 Nummer 2 KStG a. F. erfüllen, wenn der Gewinnabführungsvertrag bei wörtlicher Wiedergabe des § 302 AktG auch die Regelung des § 302 Absatz 4 AktG enthält. In Alt-Fällen war ein fehlender Verweis bzw. eine fehlende Wiedergabe des § 302 Absatz 4 AktG im Gewinnabführungsvertrag bisher nicht zu beanstanden (BMF-Schreiben vom 16. Dezember 2005, BSIB1 2006 I, S. 12). Dies galt auch unter Berücksichtigung des § 34 Absatz 10b KStG i. d. F. des AIFM-StAnpG.
 
Im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder gilt zur Anwendung der Grundsätze des vorgenannten BFH-Urteils aus Gründen des Vertrauensschutzes Folgendes:
 
Gewinnabführungsverträge, die keinen Verweis auf die entsprechende Anwendung von § 302 Absatz 4 AktG enthalten, aber von der Billigkeitsregelung des BMF-Schreiben vom 16. Dezember 2005 (BSIB1 2006 I, S. 12) umfasst waren, stehen der Anerkennung der Organschaft nicht entgegen, wenn diese bis zum Ablauf des 31. Dezember 2019 an die Regelung des § 17 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 KStG (dynamischer Verweis) angepasst werden. In diesen Fällen liegt nach § 17 Absatz 2 KStG i. V. m. § 34 Absatz 10b KStG i. d. F. des AIFM-StAnpG kein Neuabschluss vor; die Mindestlaufzeit des § 14 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 Satz 1 KStG beginnt nicht von neuem zu laufen. Eine Anpassung kann unterbleiben, wenn das Organschaftsverhältnis vor dem 1. Januar 2020 beendet wird.

Pressemitteilung des Bundesfinanzhofs

Urteil vom 23.10.2018   I R 54/16

 

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 23. Oktober 2018 I R 54/16 entschieden, dass der Geschäftsführer einer Kapitalgesellschaft ständiger Vertreter sein kann. Dies führt zur beschränkten Körperschaftsteuerpflicht des ausländischen Unternehmens, selbst wenn dieses im Inland keine Betriebsstätte unterhält.

 

Der vom BFH entschiedene Fall betrifft eine luxemburgische Aktiengesellschaft, deren Geschäftsführer sich regelmäßig in Deutschland aufhielt, um dort Goldgeschäfte für diese anzubahnen, abzuschließen und abzuwickeln. Das Finanzamt ging von der beschränkten Körperschaftsteuerpflicht der Aktiengesellschaft aus, weil der Geschäftsführer ständiger Vertreter des Unternehmens im Sinne des § 13 AO gewesen sei. Das Finanzgericht (FG) sah die Sache allerdings anders und gab der Klage gegen den Körperschaftsteuerbescheid statt.

 

Der BFH hob das Urteil des FG auf. Nach § 13 der Abgabenordnung (AO) ist ständiger Vertreter eine Person, die nachhaltig die Geschäfte eines Unternehmens besorgt und dabei dessen Sachweisungen unterliegt. Da die Regelung einen Vertreter und daneben ein Unternehmen voraussetzt, ist umstritten, ob der Geschäftsführer als Organ der Kapitalgesellschaft diese Voraussetzungen erfüllen kann. Denn nach deutschem Zivilrecht handelt das Unternehmen selbst, wenn seine Organe tätig werden. Der BFH hat den Streit nunmehr entschieden. Nach dem Zweck des Gesetzes und seinem Wortlaut können im Steuerrecht grundsätzlich auch solche Personen ständige Vertreter sein, die im Zivilrecht als Organe der Kapitalgesellschaft anzusehen sind. Für die ausländische Kapitalgesellschaft, die weder Sitz noch Geschäftsleitung in Deutschland hat, folgt hieraus die beschränkte Körperschaftsteuerpflicht gemäß § 2 Nr. 1 KStG i.V.m. § 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a EStG, ohne dass es noch auf das Vorliegen einer inländischen Betriebsstätte ankäme.

Siehe auch: https://juris.bundesfinanzhof.de/cgi-bin/rechtsprechung/druckvorschau.py?Gericht=bfh&Art=pm&nr=40143

HANSA PARTNER hat am 4. April 2019 als Partner den 10. Hamburger Hafen Empfang begleitet. Die zahlreichen, interessanten Gespräche mit Entscheidern aus der maritimen Wirtschaft, Politik und Mandanten ließen den Abend zu einem besonderen Erlebnis werden.

Von HANSA PARTNER und HPG mit dabei (von links): Thilo Barthel (Wirtschaftsprüfer, Steuerberater), Ralf Dörrhöfer (Prokurist, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater), Nicole Smit (Wirtschaftsprüferin), Tyra Pietsch (Geschäftsführerin HPG Personalservice GmbH) & Joachim Pietsch (Steuerberater)

 

 

Weitreichende Entscheidung zur erweiterten Kürzung bei der Gewerbesteuer durch Beschluss des Großen Senats des BFH (Beschluss vom 25.9.2018 GrS 2/16)

Hintergrund:
Personengesellschaften unterliegen der Gewerbesteuer, zum Teil aufgrund ihrer Tätigkeit und zum Teil aufgrund ihrer rechtlichen Ausgestaltung (sog. „gewerbliche Prägung“). Kapitalgesellschaften unterliegen der Gewerbesteuer kraft ihrer Rechtsform. Soweit sich allerdings der Gewerbesteuer unterliegende Gesellschaften ausschließlich auf die Verwaltung ihres eigenen Grundbesitzes beschränken, kann der daraus erwirtschaftete Gewinn durch den Tatbestand der sogenannten „erweiterten Kürzung“ in diesem Umfang vollständig von der Gewerbesteuer ausgenommen werden (§ 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG).
Strittig war in diesem Kontext die Reichweite des Begriffs des „eigenen“ Grundbesitzes und damit, ob Grundbesitz einer selbst nicht gewerblichen Tochter-Personengesellschaft ihrem nicht gewerblich tätigen aber kraft Rechtsform oder gewerblicher Prägung gewerbesteuerpflichtigen Gesellschafter als „eigener“ Grundbesitz zugerechnet werden kann. Der Streit entzündete sich an der Frage, ob die Zurechnung nach Maßstab des zivilrechtlichen Eigentums oder nach ertragsteuerlichen Grundsätzen erfolgt, die von einer vollständigen Transparenz nicht gewerblicher Personengesellschaft und der Zurechnung von deren Vermögen zum Betriebsvermögen des Gesellschafters ausgeht.

Entscheidung:
Unterliegt eine grundstücksverwaltende (Ober-)Gesellschaft nur kraft ihrer Rechtsform der Gewerbesteuer, kann sie die erweiterte Kürzung bei der Gewerbesteuer auch dann in Anspruch nehmen, wenn sie an einer rein grundstücksverwaltenden, nicht gewerblich geprägten, (Tochter-)Personengesellschaft beteiligt ist.

Klägerin im Revisionsverfahren, das zum genannten Beschluss führte, war eine gewerblich geprägte GmbH & Co. KG, die keine originär gewerbliche Tätigkeit ausübte. Sie war an einer rein vermögensverwaltenden GbR beteiligt. Diese GbR war wiederum Eigentümerin einer vermieteten Immobilie. Die Klägerin machte für ihre aus der Beteiligung an der GbR bezogenen anteiligen Mieterträge die erweiterte Kürzung geltend. Das Finanzamt (FA) lehnte dies ab, weil die Beteiligung an der GbR im Sinne des § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG kein eigener Grundbesitz der Klägerin sei, sondern Grundbesitz der GbR. Eine Zurechnung des Grundbesitzes bei der GmbH & Co. KG als eigenes steuerliches Betriebsvermögen wurde abgelehnt.

Der IV. Senat war der Ansicht, dass steuerrechtlich das Eigentum einer vermögensverwaltenden Personengesellschaft den hinter ihr stehenden Gesellschaftern anteilig zuzurechnen sei. Ein im zivilrechtlichen Eigentum der Personengesellschaft stehendes Grundstück sei daher im Rahmen der erweiterten Kürzung als eigener Grundbesitz der Gesellschafter der GbR anzusehen. Er sah sich an einer entsprechenden Entscheidung aber durch ein Urteil des I. Senats vom 19. Oktober 2010 I R 67/09 (BFHE 232,194, BStBl II 2011,367) gehindert und rief den großen Senat zur Klärung der Rechtsfrage an.

Der Große Senat folgte der Auffassung des IV. Senats. Ob eigener Grundbesitz im Sinne der gewerbesteuerrechtlichen Kürzung vorliegt, richtet sich nach den allgemeinen ertragssteuerrechtlichen Grundsätzen. Nach der Systematik und dem Regelungszweck der erweiterten Kürzung sowie unter Berücksichtigung des gewerbesteuerrechtlichen Belastungsgrundes ist unter eigenem Grundbesitz im Sinne des § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG der zum Betriebsvermögen des Unternehmers gehörende Grundbesitz zu verstehen.

Für die Praxis eröffnen sich damit neue rechtssichere Gestaltungsmöglichkeiten in der Immobilienverwaltung. Bei Fragen dazu, sprechen Sie uns gerne an: Heiner Westphal
 

HANSA PARTNER ist 2019 ein Partner des Hafenempfangs.

10. Hamburger Hafen Empfang am 4. April 2019 in der wunderschönen Kulisse des Maritimen Museums.

Beim BFH sind bereits verschiedene Verfahren zur Frage der Verfassungsmäßigkeit der Zinssätze anhängig (vgl. 2 BvR 2706/17, 2 BvL 22/17, 1 BvR 2237/14 und 1 BvR 2422/17), da der typisierende Zinssatz von 6% durch die anhaltende Niedrigzinsphase nicht mehr dem Marktzinsniveau entspricht. Ganz im Gegenteil entfernt sich die Realität zunehmend von jenen Zinssätzen, die die Finanzverwaltung bisweilen vehement zum Vollzug des Gesetzes verteidigt.


Nachdem die Höhe der Zinssätze bereits durch mehrere Gerichte in Frage gestellt wurde, hat das FG Hamburg mit Beschluss vom 31.01.2019 (2 V 112/18) nun auch ernstliche Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des Abzinsungszinssatzes von 5,5% nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG geäußert und Aussetzung der Vollziehung gewährt.

Nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 EStG sind unverzinsliche Verbindlichkeiten, deren Laufzeit am Bilanzstichtag mehr als zwölf Monate beträgt und die nicht auf einer Anzahlung oder Vorauszahlung beruhen, mit einem Zinssatz von 5,5 % abzuzinsen. Sollten solche Fälle bei Ihnen vorliegen, könnte ein Rechtsbehelf sinnvoll sein – insbesondere dann, wenn diese Verbindlichkeiten eine gewisse Größenordnung annehmen.

Einkommensteuer
Wechsel von der Gewinnermittlung nach der Tonnage zum Betriebsvermögensvergleich (BFH) | BFH ändert bisherige Rechtsprechung
#andersberaten

Nach dem Wechsel von der Gewinnermittlung nach der Tonnage zum Betriebsvermögensvergleich sind die Wirtschaftsgüter, die unmittelbar dem Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr dienen, mit dem Teilwert anzusetzen und auf der Grundlage dieses Betrags für die Zeit deren betriebsgewöhnlicher Restnutzungsdauer abzuschreiben. Der Gewinn aus der Hinzurechnung des Unterschiedsbetrags gemäß § 5a Abs. 4 Satz 3 Nr. 1 bis 3 EStG unterfällt nicht der Fiktion des Gewerbeertrags gemäß § 7 Satz 3 GewStG. Er kann daher bei Vorliegen der übrigen Voraussetzungen um 80 % nach § 9 Nr. 3 Satz 3 GewStG gekürzt werden (Änderung der Rechtsprechung: BFH, Urteil v. 25.10.2018 - IV R 35/16; veröffentlicht am 13.2.2019).

Hier finden Sie das dazugehörige BFH-Urteil: Download PDF

Der ECOFIN hat am 04.12.2018 die Einführung der sog. Quick Fixes ab 01. Januar 2020 beschlossen. Mit den Quick Fixes für innergemeinschaftliche Lieferungen werden die USt-IdNr. des Erwerbers und die zutreffende Erfassung in der Zusammenfassenden Meldungen (ZM) materiell rechtliche Voraussetzung für die Steuerbefreiung. Gleiches wird auch für das innergemeinschaftliche Verbringen gelten. Die Quick Fixes müssen von allen Mitgliedstaaten bis Ende 2019 ins jeweilige nationale Recht umgesetzt werden.

Unser Team hat sich erweitert. Drei neue Partner in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung und Rechtsberatung untermauern unseren Anspruch, Sie in den verschiedenen Disziplinen aus einer Hand beraten zu können. Mit der personellen Verstärkung sichern wir unseren hohen Beratungsanspruch für die Zukunft.

Unsere neuen Partner:

Jossip Hesse | Rechtsanwalt, Steuerberater

Swantje Ulmer | Wirtschaftsprüferin, Steuerberaterin

Peter Christian Westermann-Lammers | Rechtsanwalt

 

Weitere Informationen finden Sie hier: Download PDF

Am 04.12.2018 ist die EU-Richtlinie 2018/1713 in Kraft getreten. Danach dürfen Mitgliedstaaten elektronische Veröffentlichungen von Büchern, Zeitungen oder Zeitschriften ermäßigt besteuern. Bisher war zwingend der allgemeine Steuersatz anzuwenden. Wie und ob der deutsche Gesetzgeber die Richtlinie umsetzt, bleibt abzuwarten. Es spricht vieles für die Umsetzung, denn die unterschiedliche Besteuerung von Büchern und E-Books ist eine ungleiche Besteuerung zweier vergleichbarer Steuergegenstände. Das BMF hat eine rasche Umsetzung in Aussicht gestellt.

Die Quest Investment Partners haben zusammen mit der Allianz Real Estate Germany das bekannte Überseehaus in Hamburg erworben. Die beiden Käufer wurden bei der Transaktion exklusiv von Jebens Mensching LLP und den Steuerberatern der HANSA PARTNER Gruppe beraten. Die in den 1980er-Jahren als Büro- und Geschäftsgebäude errichtete Multi-Tenant-Immobilie verfügt über rund 11.300 Quadratmeter größtenteils vermietete Fläche. Quest wird das aktive Asset- und Projektmanagement übernehmen. Allianz Real Estate erwarb das Gebäude im Auftrag mehrerer Versicherungsgesellschaften der Allianz SE. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen.

Im Dezember 2014 hatte das Bundesverfassungsgericht das aktuelle Erbschaftsteuergesetz für verfassungswidrig erklärt und die Frist für eine Neuregelung auf den 30. Juni 2016 festgesetzt. Die Tatsache, dass das Bundesverfassungsgericht das Erbschaftsteuergesetz damit bereits zum dritten Mal für verfassungswidrig erklärt hatte, offenbart bereits das Dilemma.

Am 14. Oktober 2016 hat der Bundesrat nach einer langen Hängepartie zugestimmt und damit den Weg für eine erneute Erbschaftsteuerreform frei gemacht. Die Grundzüge der aus Sicht des Gerichtes problematischen Verschonungsregelungen bei der Übertragung von Betriebsvermögen haben sich dabei lediglich minimal geändert, sind aber komplizierter geworden.

Zum einen wird das Verwaltungsvermögen mit Ausnahme einer Geringfügigkeitsgrenze nicht mehr begünstigt und unterliegt damit nahezu vollständig der Erbschaftsteuer. Zum anderen wird das produktive Betriebsvermögen, das dem originären Betriebszweck dient, nicht mehr uneingeschränkt der Steuerbegünstigung unterworfen. Vielmehr bedarf es der Erfüllung bestimmter Wertgrenzen, die im Worst Case zum vollständigen Wegfall der Begünstigung führen können.

Ob die Bundesregierung die von Karlsruhe aufgezeigten Mängel tatsächlich behoben hat, muss sich noch zeigen. Da insbesondere der Erhaltung von Begünstigungsregelungen höchste Priorität eingeräumt wurde, ist der Boden für weitere Rechtsverfahren bereitet. Es kann daher nur die Empfehlung gelten, jeden Erb- oder Schenkungsfall genau zu betrachten und im Zweifel mit der Finanzverwaltung abzustimmen. Der 89 Seiten starke neue Ländererlass vom 22. Juni 2017 hat Einzelfragen thematisiert und einige Defizite bei der Abgrenzung von begünstigtem Vermögen beseitigt. Allein der Umfang dieses Dokuments zeigt jedoch: Einfacher wird es sicherlich nicht.

Hamburg, 16./24.Oktober 2018 – Die Godewind Immobilien AG aus Frankfurt am Main hat ihre ersten gewerblichen Immobilien im Wert von rund 104 Millionen Euro erworben. Zwei Büroimmobilien mit einer Mietfläche von insgesamt 29.300 Quadratmetern befinden sich in Frankfurt am Main und am Flughafen Düsseldorf, eine weitere mit einer Mietfläche von 18.820 Quadratmetern im Großraum München. Die steuerliche Beratung dieser Asset-Deals mit zum Teil ausländischen Verkäufern erfolgte durch HANSA PARTNER (Dr. Gottfried Fröhlich und Holger Balhorn).

Die Godewind Immobilien AG ist ein auf deutsche Mischportfolios spezialisiertes Gewerbeimmobilienunternehmen, das plant, sein Immobilienportfolio mittelfristig auf rund 3 Milliarden Euro auszubauen. Die Aktie der Godewind Immobilien AG wird im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) gehandelt. Das „Closing“ der Transaktionen wird voraussichtlich bis Ende des Jahres erfolgen.

Die HANSA PARTNER Gruppe zählt zahlreiche Unternehmen aus der Schifffahrts- und der Immobilienbranche sowie aus Produktion und Handel zu ihrem Mandantenkreis. Der Schwerpunkt liegt im Mittelstand. 15 Partner und 110 Mitarbeiter bieten Steuer- und Rechtsberatung sowie Wirtschaftsprüfung und betriebswirtschaftliche Beratung aus einer Hand. 

Hamburg, September 2018 - Die Quest Investment Partners haben zusammen mit der Allianz Real Estate Germany das bekannte Überseehaus in Hamburg erworben. Die beiden Käufer wurden bei der Transaktion exklusiv von Jebens Mensching LLP und den Steuerberatern der HANSA PARTNER Gruppe beraten. Die Multi-Tenant-Immobilie verfügt über rund 11.300 Quadratmeter größtenteils vermietete Fläche und wurde in den 80er Jahren als Büro- und Geschäftsgebäude erbaut. Quest wird das aktive Asset- und Projektmanagement übernehmen. Allianz Real Estate erwarb das Gebäude im Auftrag von mehreren Versicherungsgesellschaften der Allianz SE. Über den Kaufpreis vereinbarten die beteiligten Parteien Stillschweigen.

Bei Lieferungen von Maschinen in ein anderes EU-Mitgliedsland und gleichzeitiger Verpflichtung des Lieferanten zur Montage oder Installation vor Ort sind umsatzsteuerliche Fallstricke zu beachten...

Unter Umständen kann der Verkauf von Maschinen im Rahmen von sogenannten Montagelieferungen zu Registrierungs- und Deklarationspflichten im EU-Ausland führen, ohne dass im Ausland eine Betriebsstätte begründet wird. Nichtbeachtung entsprechender Registrierungspflichten im Ausland kann zu Nachversteuerungsrisiken, Bußgeldern oder Strafen führen. 

Das Risiko resultiert aus einer nicht hinreichenden Umsetzung der unionsrechtlichen Vorgabe zum Ort von Montagelieferungen durch den deutschen Gesetzgeber. Während nach Unionsrecht nahezu jede Montage- oder Installationstätigkeit des Lieferers im Zielland zur Versagung einer (in Deutschland steuerfreien) innergemeinschaftlichen Lieferung und damit zum Vorliegen einer steuerbaren (Werk-)Lieferung am ausländischen Montageort führt, ist nach deutscher Regelung die Lieferung einer in Deutschland hergestellten Maschine, die lediglich für Transportzwecke zerlegt und dann vom Monteur des Lieferers im anderen EU-Land wieder zusammengesetzt wird, eine in Deutschland steuerbare, aber steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferung.

Die Besteuerung grenzüberschreitender Montagelieferungen ist in den EU-Staaten somit nicht abschließend einheitlich geregelt. Einige EU-Länder lösen die potentielle Registrierungsproblematik des liefernden Unternehmens am Bestimmungsort durch ein entsprechendes Reverse-Charge Verfahren, während andere Länder unter bestimmten Voraussetzungen die Sichtweise des Abgangslands übernehmen. Ebenfalls möglich ist ein vereinfachtes Verfahren (Reverse Charge), das jedoch für jeden Abnehmer im Vorfeld separat bei der entsprechenden ausländischen Finanzbehörde beantragt werden muss.

Bei grenzüberschreitenden Montagelieferungen ist deutschen Unternehmen zu empfehlen, die landesspezifischen Besonderheiten individuell im Kundenland im Vorfeld zu prüfen, um eventuelle negative steuerliche Konsequenzen im Ausland zu vermeiden. Kontaktieren Sie uns hierzu bei Bedarf gern. Unterstützt von den ausländischen Kooperationspartnern unserer internationalen Vereinigung BKR International beraten wir Sie hierzu gern. 

Kontakt: 

Petra Owen
Steuerberaterin
Tel: 040 37 6 37-362

Petra.Owen@hansapartner.de

Viele risikofreudige Anleger konnten sich in den vergangenen Monaten an guten Gewinnen erfreuen, die ihnen der Handel mit Kryptowährungen, insbesondere dem Bitcoin einbrachte...

Kryptowährungen sind in Deutschland kein gesetzliches Zahlungsmittel, daher werten die Finanzämter den Handel mit Kryptowährungen als privates Veräußerungsgeschäft. Der Abgeltungssteuer unterliegen die Gewinne, anders als beispielsweise der Verkauf von Aktien, jedoch nicht. Wie bei Immobilien oder anderen Vermögensgegenständen müssen Gewinne in der Anlage „Sonstige Einkünfte (SO)“ der Steuererklärung angegeben werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Haltedauer. Veräußert der Käufer sein Cyber-Geld erst nach mehr als einem Jahr, bleibt der etwaige Gewinn steuerfrei, verkauft der Anleger hingegen innerhalb der Spekulationsfrist, muss der Gewinn mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden, sobald er über der Freigrenze von 600 Euro liegt. Bis zu diesem Betrag sind die Gewinne steuerfrei, wird die Grenze allerdings überschritten, ist der komplette Gewinn zu versteuern. Glücklose Anleger können ihre Verluste mit Gewinnen aus anderen Veräußerungsgeschäften verrechnen. Anders behandelt werden Miner, also „Schürfer“, die ihr virtuelles Geld damit verdienen, dass sie Rechnerleistung zur Verfügung stellen. Die daraus entstandenen Gewinne sind als Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu versteuern.

Kontakt: 

Katharina Irmer
Steuerberaterin
Tel.: 040 37 6 37-336
E-Mail: katharina.irmer@hansapartner.de

Seit langem in der Diskussion und auch auf der Agenda der neuen Regierung steht das Thema „Grunderwerbsteuer“. Nachdem die Länder die Höhe des Grunderwerbsteuersatzes selbst festlegen, ist diese in einigen Ländern auf bis zu 6,5 % angestiegen.

Nicht verwunderlich ist, dass versucht wird, diese Belastung beim Kauf von Immobiliengesellschaften durch gewisse „share-deal-Konstruktionen“ zu vermeiden. In der derzeitigen Diskussion sind dem Vernehmen nach zum einen die Absenkung der steuerauslösenden Grenze von 95 % auf 75 % bzw. 50 %, die Verlängerung der steuerrelevanten Haltefrist sowie auch eine anteilige Grunderwerbsteuer in Abhängigkeit des Umfangs der erworbenen Anteile. Erstaunlich sind in diesem Zusammenhang erste Überlegungen, die daraus resultierenden Mehreinnahmen zur Senkung der Steuersätze zu verwenden. Es bleibt abzuwarten, ob sich dies bewahrheitet. 

Kontakt:

Dr. Sven Schlereth
Rechtsanwalt/Steuerberater
Tel.: 040 37637-375
Email: sven.schlereth@hansapartner.de  

Ebenfalls Thema der neuen Groko ist eine neue „Grundsteuer C“. Hierbei handelt es sich um eine Art „Strafsteuer“ für Flächen, die zu Spekulationszwecken nicht bebaut werden.

Solche Flächen sollen in Zukunft mit höheren Grundsteuern belegt werden als bebaute Grundstücke, so dass hierdurch die Attraktivität auf weitere Wertsteigerungen zu hoffen anstelle einer Bebauung gemindert werden soll. 

Neben der möglichen Neueinführung der Grundsteuer C muss sich der Gesetzgeber mit der Neuausgestaltung der Grundsteuer befassen. Mit Urteil vom 10. April 2018 hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass die derzeit geltenden Regelungen des Bewertungsgesetzes zur Einheitsbewertung von Grundstücken für die Grundsteuer mit dem allgemeinen Gleichheitsgrundsatz in Art. 3 Abs. 1 GG unvereinbar sind. Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass sich in den „alten“ Bundesländern die Grundsteuer heute noch nach den Wertverhältnissen zum 1.1.1964 ermittelt werden. Die seit 1964 andauernde Aussetzung der erforderlichen Feststellungen führe in zunehmenden Maße zu Wertverzerrungen innerhalb des Bereichs bebauter und unbebauter Grundstücke. Dem Gesetzgeber wurde aufgegeben, bis zum 31.12.2019 eine Neuregelung zu schaffen. Bis dahin gelten die verfassungswidrigen Normen weiter fort und dürfen nach Verkündung einer Neuregelung für weitere 5 Jahre, längstens somit bis zum 31.12.2024 angewandt werden. Wie eine mögliche Neuregelung aussieht, ist derzeit noch unklar. Dem Vernehmen nach soll diese aufkommensneutral erfolgen, was im Einzelfall zu Erhöhungen führen kann.

Kontakt:

Dr. Sven Schlereth
Rechtsanwalt/Steuerberater
Tel.: 040 37637-375
Email: sven.schlereth@hansapartner.de

Am Donnerstag den 31. Mai 2018 setzen wir unsere Reihe "Business-Frühstück" mit dem neuen Thema "Digitaler Wandel in der Arbeitswelt" fort: „Agilität immer und überall?“ 

Die Digitalisierung hat auch den Mittelstand erreicht. Mit der technischen Digitalisierung entstehen neue Organisationsformen in den Unternehmen, die neue Arbeitsweisen mit sich bringen und so die Zusammenarbeit sowohl vertikal als auch horizontal grundlegend verändern. Dabei darf keine Organisationsform stehen bleiben, denn die Herausforderungen, auf die reagiert werden müssen, kommen immer schneller, und Abläufe lassen sich nicht mehr stark standardisieren.

Wie sieht also die Führung von morgen aus? Wie kann hierarchiefreies Arbeiten, Partizipation und Selbstorganisation gefördert werden? Wann macht eine agile Organisationsform überhaupt Sinn?

Das Business-Frühstück berichtet aus Erfahrungen mit Unternehmen, die auf dem Weg in die agile Organisation sind. Der Vortrag richtet sich in erster Linie an Führungskräfte.

Mehr Informationen erhalten Sie hier.

Vortrag und Diskussion
Ab 8.45 Uhr Empfang
9.00 Uhr Einführung ins Thema durch Thilo Barthel, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 
9.15 Uhr Vortrag von Astrid Wierwille: „Digitaler Wandel – Einfluss auf Führung und Zusammenarbeit“

  • Was sind die konkreten Herausforderungen?
  • Welche Bedeutung ergeben sich für Führung?
  • Was bedeuten die Entwicklungen für Zusammenarbeit, Struktur und Kultur?
  • Welche Grenzen gibt es?
  • Wie kann man die eigene Organisation entwickeln?

10.00 Uhr Diskussion
10.30 Uhr Ende
Das Frühstück kann während des Vortrags eingenommen werden.

Informationen & Anmeldung:
31. Mai 2018
Beginn: 08.45 Uhr
Veranstaltungsort:
Wasserschloss Speicherstadt
Dienerreihe 4
20457 Hamburg

Bitte melden Sie sich an bis zum 18. Mai 2018.
Kontakt:
Dennis Schwerdt 
Tel.: 040 37 6 37-340   
veranstaltung@hansapartner.de

Im renommierten britischen Magazin „Lawyer Monthly“ ist ein Artikel über HANSA PARTNER erschienen.

Ein Team aus Steuerberatern und Rechtsanwälten begleitete die Übernahme des Hamburger Unternehmens „E.R. Schifffahrt GmbH & Cie. KG“ durch die ZEABORN Group im Frühjahr 2018 (lawyer-monthly.com/issues/2018/05/).

Kontakt:

Joachim Pietsch
Steuerberater 
Tel.:  040 37 6 37-335
E-Mail: joachim.pietsch@hansapartner.de