Mehrwertsteuer in der Hotelbranche

Frühstück und Parkplätze sind steuerliche Tretminen

Die Mehrwertsteuersenkung von 19 % auf 7 % für Hoteliers hat 2010 zu einiger Diskussion in Deutschland geführt. Neben der politischen Frage der Mehrwertsteuersenkungen bringt die unterschiedliche Besteuerung von Leistungen steuerliche Fehlerquellen mit sich. Die Umsatzsteuer von 7 % gilt nämlich nur für Leistungen, die unmittelbar der Vermietung dienen.

Ein besonderes Augenmerk muss die Branche auf die Überlassung von Kfz-Parkplätzen legen. Wird die Überlassung von Plätzen zwischen Gast und Hotelier gesondert vereinbart, liegt keine begünstigte Beherbergungsleistung vor. Es kommt der Regelsteuersatz von 19 % zum Tragen. Ist die Überlassung von Plätzen zum Abstellen von Fahrzeugen jedoch nicht gesondert vereinbart, und es wird kein gesondertes Entgelt berechnet, müssen die kalkulatorischen Kosten der Parkplätze dementsprechend geschätzt werden. Das Gleiche gilt für das Hotelfrühstück. Der Bundesfinanzhof hatte in der Vergangenheit entschieden, dass von einem Hotelier im Zusammenhang mit der Beherbergung erbrachte Frühstücksleistungen Leistungen sind, die nicht unmittelbar der Vermietung dienen und deshalb von der Steuerermäßigung auszunehmen sind. Das Angebot eines Frühstücks stehe neben der reinen Vermietungs- bzw. Beherbergungsleistung. Hotelzimmer könnten auch ohne Frühstück bewohnt werden und würden in der Praxis auch ohne Frühstück angeboten und genutzt. Um unnötige Diskussionen mit dem Finanzamt zu vermeiden, empfehlen wir vorsorglich eine steuerliche Berechnung aufzustellen. Nehmen Sie dazu gerne Kontakt mit uns auf.

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