Schönheitsreparaturen von Immobilien richtig steuerlich absetzen

Schönheit kann mehr Steuern kosten

Im Juli 2016 hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass Schönheitsreparaturen bei Immobilien zu den „Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen“ gerechnet werden und so als Anschaffungskosten gelten. Schönheitsreparaturen gehören dann zu den Aufwendungen, die nur über die AfA-Regelung absetzbar sind.

Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen gelten zu den Herstellungskosten eines Gebäudes, wenn diese innerhalb von drei Jahren nach dessen Anschaffung durchgeführt wurden und wenn die Nettokosten 15 % der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen. Der Begriff „Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen“ erfasst seit Mitte 2016 auch Schönheitsreparaturen, wenn diese in zeitlicher Nähe zur Anschaffung durchgeführt werden. Reine Schönheitsreparaturen sowie Maßnahmen, die das Gebäude erst betriebsbereit (d.h. vermietbar) machen oder die es über den ursprünglichen Zustand hinaus wesentlich verbessern (Luxussanierung), gehören nun zu den „Instandsetzung- und Modernisierungsmaßnahmen“. Um in den Vorteil der steuerlichen Berücksichtigung zu kommen, sollte schon beim Immobilienerwerb steuerlich genau geplant werden, wann welche Aufwendungen sinnvoll sind. Lassen Sie sich von unseren Rechts- und Steuerexperten beraten, um beim Kauf einer Immobilie und den damit verbundenen zukünftigen Investitionen in den Genuss eines Sofortabzuges zu gelangen.

Autoren:

Dr. Gottfried Fröhlich
Rechtsanwalt, Steuerberater, Partner
+49 40 37 6 37-374
gottfried.froehlich@hansapartner.de

Dr. Sven Schlereth
Rechtsanwalt, Steuerberater Partner

+49 40 37 6 37-375
sven.schlereth@hansapartner.de

zur HANSA PARTNER-Startseite